Elektromobilität ist im Alltag angekommen

28.03.2018 Elektromobilität ist im Alltag angekommen Elektrisch fahren macht Spaß, schont das Klima und ist auch aus wirtschaftlicher Sicht eine Überlegung wert

Klimaschutz und Mobilität sind eng verknüpft, denn Elektrofahrzeuge bieten eine emissionslose Alternative zu Diesel- und Benzin-Autos und ermöglichen so klimafreundliche Mobilität. Im Rahmen der Vortragsreihe „Klimawandel und Energie“ des Regionalmanagements Landkreis Kelheim hatte die Energieagentur Regensburg e.V. am 21. März zum Dialogvortrag mit der Beraterin für Elektromobilität (HWK) Annette Schwabenhaus in die Sparkasse Mainburg eingeladen.

Anette Schwabenhaus nahm die Zuhörer mit auf eine Reise in die Mobilität der Zukunft. Elektrische Antriebe werden dabei eine große Rolle spielen. Auf großes Interesse stieß die Vorstellung unterschiedlicher elektrisch betriebener Fahrzeuge (e-Bikes, e-Lastenräder, E-Roller, e-Autos, e-Lkw, e-Busse usw.) und die exemplarische Berechnung der Wirtschaftlichkeit eines Elektroautos. Die Deutschen fahren im Durchschnitt 30 km pro Tag und behalten ihre Pkw 9,3 Jahre. Ein Elektroauto kann bei der Betrachtung der Gesamtkosten punkten: Denn für z.B. 10.000 €  höhere Anschaffungskosten im Vergleich zum Kraftstoff-Pkw verursacht es in der Gesamtzeit maximal gleich viele Kosten. Falls man ein Fahrzeug wählt, das weniger Mehrkosten in der Anschaffung verursacht, fährt es über den betrachteten Zeitraum sogar günstiger. Da in der Zukunft Elektrofahrzeuge preiswerter zu haben sein werden, ist mit einem Umschwung in den Kaufentscheidungen zu rechnen.

Gerade für PV-Anlagen-Besitzer stellt ein e-Fahrzeug eine interessante Investition dar. Die Speicherkapazität der Autobatterie kann dafür genutzt werden eigenen Sonnenstrom zu speichern. In den Zeiten von Smart Metering gewinnen E-Fahrzeuge immer mehr an Bedeutung, da die Ladung des Auto-Akkus automatisch zum günstigsten Zeitpunkt erfolgt. So kann man mit dem eigenen dezentralen Stromspeicher helfen, das Stromnetz zu entlasten.

Zwar benötigt die Produktion von Elektrofahrzeugen und Batterien Energie und Rohstoffe, doch das ist auch der Fall für die Erzeugung von Verbrennungsmotoren. Die Lebensdauer einer e-Auto-Batterie wird mit gut 30 Jahren kalkuliert und die Rohstoffe können zu einem großen Anteil recycelt werden.

Private und öffentliche Ladesäulen werden meist mit Grünstrom beschickt und so hat der Kunde einen geringeren CO2-Fußabdruck als beim Tanken von Benzin oder Diesel. Denn der Weg vom deutschen regenerativen Strom in die Auto-Batterie ist klimaschonender als der des Erdöls von der Förderquelle in die deutsche Tankstelle. Je höher der Zubau erneuerbaren Energien im deutschen Strommix wird, desto „grüner“ werden e-Autos hierzulande unterwegs sein.

Im Dialogvortrag wurde diskutiert, dass die Fortbewegung zu Fuß sicher die klimafreundlichste Alternative ist, gefolgt vom Fahrrad. Beide entlasten das innerörtliche Verkehrsaufkommen erheblich und reduzieren maßgeblich den Lärm – wie übrigens auch die (fast) geräuschlosen E-Fahrzeuge.

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