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Zum Schutz der Igel: Appell an alle Gartenbesitzer

03. August 2026: Mähroboter sollten nur tagsüber fahren.

Der Igel wird in Bayern auf der Vorwarnstufe der Roten Liste geführt. Sein Lebensraum wie Hecken oder bewachsene Feldränder geht immer mehr zurück. Zusätzlich lauert in Gärten eine weitere Gefahr: Viele Igel fallen Mährobotern zum Opfer, wenn sie nachts auf Futtersuche gehen. Bei Gefahr rollen sich Igel zusammen und werden in der Folge oftmals von Mährobotern überrollt und verstümmelt. Wegen schwerster Schnittverletzungen müssen Igel häufig eingeschläfert werden oder verenden qualvoll in Verstecken. Deshalb appelliert das Landratsamt Kelheim eindringlich an die Bürgerinnen und Bürger, Mähroboter nur tagsüber fahren zu lassen, um die nachtaktiven Tiere zu schützen.

Auch andere elektrische Gartengeräte können Igel schwer verletzen. Deshalb sollten Gartenbesitzer bei sämtlichen Mäh- und Gartenarbeiten wachsam sein und Büsche sowie Hecken vor der jeweiligen Arbeit nach Igeln absuchen.

Der besondere Schutz von Igeln ist auch gesetzlich verankert: Igel gehören gemäß § 7 Abs. 2 Nr. 13 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) zu den besonders geschützten Tierarten, für die die sogenannten Zugriffsverbote des § 44 Abs. 1 BNatSchG gelten. Demnach ist es verboten, wild lebenden Tieren der besonders geschützten Arten, wie beispielsweise Igeln, nachzustellen, sie zu fangen, zu verletzen oder zu töten. Ein Verstoß gegen das Zugriffsverbot stellt eine Ordnungswidrigkeit dar und kann mit Geldbußen geahndet werden (§ 69 Abs. 2 Nr. 1 i. V. m. Abs. 7 BNatSchG).

„Igel und andere wildlebende Tiere zu schützen, sollte für den Menschen selbstverständlich sein. Für Gartenbesitzer ergeben sich keine Nachteile, wenn der Mähroboter nachts stillsteht. Für Igel jedoch kann die Begegnung mit einem Mähroboter tödlich enden. Daher meine Bitte an alle Bürgerinnen und Bürger: Passen Sie die Mähzeiten Ihres Roboters gegebenenfalls an und seien Sie auch bei sämtlichen anderen Gartenarbeiten besonders wachsam. Dadurch tragen Sie aktiv zum Natur- und Tierschutz bei, ohne viel tun zu müssen.“

Landrat Christian Nerb

Der Igel ist in Bayern auf der Vorwarnstufe von der Roten Liste.
Das heißt:
Es gibt immer weniger Igel.
Vielleicht gibt es bald keine Igel mehr.
Die Igel leben zum Beispiel in Hecken.
Oder sie leben an den Rändern von Feldern.
Aber es gibt immer weniger Hecken und Felder.

Die Igel haben noch ein Problem:
Viele Menschen haben Mähroboter im Garten.
Mähroboter sind kleine Maschinen.
Die Mähroboter schneiden das Gras im Garten.
Die Igel suchen nachts nach Essen im Garten.
Dabei fahren die Mähroboter oft über die Igel drüber.
Dann haben die Igel große Verletzungen.
Manchmal müssen die Igel dann eingeschläfert werden.
Das heißt:
Die Igel bekommen ein Medikament und sterben dann.

Deshalb sagt das Landrats-Amt Kelheim:
Bitte lassen Sie die Mähroboter nur tagsüber fahren!
So können Sie die Igel schützen.

Auch andere elektrische Geräte können Igeln wehtun.
Deshalb müssen Sie bei der Arbeit im Garten aufpassen.
Suchen Sie vor der Arbeit in den Büschen und Hecken nach Igeln.

Igel haben einen besonderen Schutz.
Das steht im Gesetz.
Das Gesetz heißt: Bundesnaturschutzgesetz.
Die kurze Form ist: BNatSchG.

In dem Gesetz steht:
Igel sind besonders geschützte Tiere.
Das steht in: Paragraph 7 Abs. 2 Nr. 13 BNatSchG.

In dem Gesetz steht auch:
Man darf Igeln nicht nachlaufen.
Man darf Igel nicht fangen.
Man darf Igel nicht verletzen.
Man darf Igel nicht töten.
Das steht in: Paragraph 44 Abs. 1 BNatSchG.

Sie machen das trotzdem?
Dann müssen Sie eine Geldbuße bezahlen.
Das steht in: Paragraph 69 Abs. 2 Nr. 1 i. V. m. Abs. 7 BNatSchG.

"Igel und andere wilde Tiere sind wichtig.
Das sollte jeder Mensch wissen.
Die Mähroboter sollen in der Nacht aus sein.
Das ist für die Menschen kein Problem.
Aber für die Igel kann es gefährlich sein.
Deshalb bitte ich alle Bürger und Bürgerinnen:
Passen Sie auf die Mähzeiten von Ihrem Roboter auf.
Und passen Sie bei anderen Arbeiten im Garten auf.
So können Sie den Tieren helfen.
Und Sie können der Natur helfen."

Landrat Christian Nerb

Diesen Text hat ein Computer in Leichte Sprache übertragen. Der Text ist nicht durch Menschen mit Behinderungen geprüft worden.