Regionalmanagement des Landkreises Kelheim startet Unternehmensbefragung
Ab sofort führt das Regionalmanagement des Landkreises Kelheim in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung eine Online-Unternehmensbefragung durch. Ziel ist es, die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen der Unternehmen im Landkreis besser zu verstehen, um passende Unterstützungsangebote, Veranstaltungen und Formate zu entwickeln.
Die Unternehmensbefragung ist Teil des Projekts zur „Stillen Reserve“. Die „Stille Reserve“ umfasst Personen, die aktuell nicht oder nur eingeschränkt erwerbstätig sind, dem Arbeitsmarkt jedoch grundsätzlich zur Verfügung stehen könnten und wollen, ohne arbeitslos gemeldet zu sein. Dazu zählen unter anderem Menschen mit Behinderung, Rentnerinnen und Rentner oder auch Teilzeitkräfte mit Aufstockungswunsch.
„Der Landkreis Kelheim möchte schlummernde Arbeitskräftepotenziale aktivieren. Dafür sind wir jedoch auf die Mithilfe der Unternehmen angewiesen. Teilen Sie uns Ihre tatsächlichen Bedarfe mit und auch, welche Hürden Sie beim Thema ‚Stille Reserven‘ sehen. Es geht darum, Lücken zu füllen, die aufgrund des demografischen Wandels und des generellen Arbeits- und Fachkräftemangels entstanden sind bzw. noch entstehen. Deshalb rufe ich die Unternehmerinnen und Unternehmer im Landkreis Kelheim auf, sich an der Befragung zu beteiligen. Nur so gelingt es dem Landkreis, gezielte Unterstützungsangebote zu schaffen.“
Landrat Christian Nerb
Das Projekt untersucht, welche Hürden einer stärkeren Beteiligung der „Stillen Reserve“ am Arbeitsleben entgegenstehen und inwiefern Unterstützung nötig ist – sowohl aus Unternehmenssicht als auch aus Sicht der betroffenen Personen. Die Unternehmensbefragung markiert den Anfang des Projekts und dauert bis 18. Oktober 2026. Rund 1.000 Unternehmen und Betriebe mit Standort im Landkreis Kelheim werden dafür kontaktiert und zur Online-Teilnahme eingeladen. Unter www.landkreis-kelheim.de/unternehmensbefragung können sich weitere Unternehmen aus dem Landkreis, die nicht im Rahmen der Stichprobe kontaktiert werden, für die Befragung registrieren und daran teilnehmen. Die Bearbeitung ist freiwillig und dauert rund 15 Minuten.
Bei der Befragung werden unter anderem Veränderungen des Personalbedarfs in verschiedenen Unternehmensbereichen, Maßnahmen zur Sicherung des Personalstands sowie gewünschte Formate zu Themen wie Generationenmanagement und Wissenserhalt, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz sowie Matching- und Besetzungsprobleme ermittelt. Dabei können Unternehmen ihre konkreten Interessen und Bedarfe mitteilen. Auf dieser Grundlage sollen wiederrum passende Unterstützungsangebote für Unternehmen entwickelt werden, um zusätzliche Arbeitskräftepotenziale zu erschließen.
„Die Unternehmen im Landkreis Kelheim kennen ihre tägliche Arbeitsrealität und die damit verbundenen Herausforderungen am besten. Deshalb ist es uns wichtig, ihre Erfahrungen und Einschätzungen von Anfang an in das Projekt einzubeziehen. Die Befragung gibt allen Unternehmen die Möglichkeit, ihre Sichtweise einzubringen, unabhängig davon, ob sie derzeit zusätzlichen Personalbedarf haben oder nicht. Mit Ihrer Teilnahme können Sie wichtige Impulse für die weitere Ausgestaltung des Projekts geben. Ich würde mich daher sehr freuen, wenn sich viele Unternehmen an der Befragung beteiligen.“
Johanna Sebald, Regionalmanagerin des Landkreises Kelheim
In einem zweiten Schritt soll die Bevölkerung befragt werden, um auch Unterstützungsangebote für potenzielle Arbeitskräfte zu schaffen.