Marke Landkreis Kelheim

Neue taktile Aufkleber helfen blinden und sehbeeinträchtigten Menschen bei der richtigen Mülltrennung

23. September 2026: Neues Angebot trägt zur Inklusion im Landkreis Kelheim bei.
taktile Aufkleber

Landrat Christian Nerb und Abfallberaterin Katharina Spreider präsentieren die neuen taktilen Mülltonnenaufkleber für den Landkreis Kelheim.

Über Barrierefreiheit wird viel gesprochen. Doch der Alltag hat seine Tücken. Wie findet zum Beispiel ein blinder oder sehbehinderter Mensch die richtige Mülltonne in einer Wohnanlage? Diese Frage stellte sich Abfallberaterin Katharina Spreider und somit folgt nun ein innovativer Schritt in Richtung Inklusion im Alltag: Die Kommunale Abfallwirtschaft des Landkreises Kelheim hat spezielle taktile Aufkleber für Mülltonnen entwickelt, welche blinden und sehbeeinträchtigten Menschen das eigenständige Erkennen und Zuordnen der richtigen Tonne ermöglichen. Die Lösung: kleine Sticker, jeweils mit dem Buchstaben „B“, „P“ und „R“ samt Brailleschrift, die eindeutig fühlbar sind und jede Mülltonnenart eindeutig kennzeichnen.

Gemeinsam mit Heike Huber, Sachgebietsleiterin des Zentrums für Chancengleichheit am Landratsamt Kelheim, sowie in Rücksprache mit dem Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbund (BBSB) wurde die Produktidee praxisnah entwickelt. Ziel war es, eine einfache, robuste und alltagstaugliche Markierungshilfe zu schaffen – für mehr Selbstständigkeit und Teilhabe im eigenen Wohnumfeld.

Die Aufkleber sind klar voneinander unterscheidbar. So stehen die Buchstaben „B“, „R“ sowie „P“ für die jeweilige Abfallart - Biomüll, Restmüll und Altpapier – und sind zudem noch mit entsprechender Blindenschrift ausgestattet. Die tastbaren Aufkleber sind wetterfest, langlebig und lassen sich leicht auf jede handelsübliche Mülltonne kleben. Dadurch ist eine barrierefreie Mülltrennung ohne fremde Hilfe möglich, sowohl in Privathaushalten als auch in Wohnanlagen oder Einrichtungen.

„Es sind oft die kleinen Dinge, die einen großen Unterschied machen. Diese Aufkleber schaffen eine spürbare Erleichterung im Alltag und fördern die Eigenständigkeit vieler Menschen mit Seheinschränkung.“

Katharina Spreider, Abfallberaterin

„Ich freue mich sehr, dass unser Angebot im Hinblick auf Inklusion im Landkreis Kelheim erweitert wird – besonders im Rahmen der Mülltrennung, da es sich hierbei um ein wichtiges und allumfassendes Thema handelt, was allen Menschen täglich im Alltag begegnet.“

Landrat Christian Nerb

Die Aufkleber sind ab sofort auf Anfrage am Landratsamt, Kommunale Abfallwirtschaft, Donaupark 12 in Kelheim, erhältlich. Es wird empfohlen, die aufzuklebende Stelle zuvor mit beiliegendem Reinigungstuch zu säubern, um die Haftbarkeit zu verbessern. Für Rückfragen und Anforderungen melden Sie sich gerne unter 09441 207-1517 oder unter abfallwirtschaft@landkreis-kelheim.de.

Barriere-Freiheit ist wichtig.
Deshalb reden viele Menschen darüber.
Aber es gibt noch viele Probleme.
Zum Beispiel:
Wie findet ein blinder Mensch die richtige Müll-Tonne?
Das hat sich Katharina Spreider gefragt.
Katharina Spreider ist Abfall-Beraterin.
Sie will Inklusion im Alltag besser machen.
Deshalb hat sie eine neue Idee:
Die Kommunale Abfall-Wirtschaft vom Landkreis Kelheim hat Aufkleber für Mülltonnen gemacht.
Die Aufkleber sind für blinde Menschen und sehbehinderte Menschen.
Auf den Aufklebern sind Buchstaben in Braille-Schrift.
Die Buchstaben sind:

  • B
  • P
  • R.

Blinde Menschen und sehbehinderte Menschen können die Buchstaben fühlen.
So können sie die richtige Müll-Tonne finden.

Heike Huber hat bei der Idee für das Produkt geholfen.
Heike Huber ist die Chefin vom Zentrum für Chancen-Gleichheit am Landrats-Amt Kelheim.
Außerdem hat der Bayerische Blinden- und Sehbehinderten-Bund mitgeholfen.
Die kurze Form ist: BBSB.
Das Produkt soll Menschen helfen.
Die Menschen sollen selbstständig sein können.
Und sie sollen in der Gesellschaft mitmachen können.
Dafür soll das Produkt eine Hilfe sein.

Die Aufkleber sind verschieden.
Auf den Aufklebern stehen Buchstaben.
Die Buchstaben sind:

  • B für Biomüll
  • R für Restmüll
  • P für Papier.

Die Buchstaben sind in Blinden-Schrift.
Blinde Menschen können die Buchstaben fühlen.
Die Aufkleber sind wetterfest.
Und die Aufkleber halten lange.
Man kann die Aufkleber auf jede Müll-Tonne kleben.

So können blinde Menschen den Müll selbst trennen.
Sie brauchen keine Hilfe von anderen Menschen.
Das geht:

  • zu Hause
  • in Wohn-Anlagen
  • in Einrichtungen. 

"Es gibt jetzt Aufkleber für Menschen mit Seheinschränkung.
Seheinschränkung heißt: Die Menschen können nicht gut sehen.
Die Aufkleber helfen den Menschen im Alltag.
Und die Menschen können mehr selbst machen.
Das ist ein großer Unterschied."

Katharina Spreider, Abfallberaterin

"Ich freue mich sehr:
Unser Angebot für Inklusion im Landkreis Kelheim wird größer.
Dabei ist die Mülltrennung besonders wichtig.
Das Thema ist für alle Menschen wichtig.
Und das Thema ist jeden Tag ein Teil vom Alltag."

Landrat Christian Nerb

Sie können die Aufkleber jetzt beim Landratsamt bekommen.
Die genaue Adresse ist: Kommunale Abfallwirtschaft, Donaupark 12 in Kelheim.
Sie können die Aufkleber dort anfragen.
Sie wollen einen Aufkleber benutzen?
Dann machen Sie die Stelle vorher sauber.
Dafür gibt es ein Reinigungstuch.
Das Reinigungstuch ist bei dem Aufkleber dabei.
Dann hält der Aufkleber besser.
Sie haben Fragen?
Oder Sie wollen etwas anfragen?
Dann können Sie sich melden.
Die Telefonnummer ist: 09441 207-1517
Die E-Mail-Adresse ist: abfallwirtschaft@landkreis-kelheim.de.

Diesen Text hat ein Computer in Leichte Sprache übertragen. Der Text ist nicht durch Menschen mit Behinderungen geprüft worden.