Nächster Schritt im Projekt zur „Stillen Reserve“: Regionalmanagement des Landkreises Kelheim startet Bevölkerungsbefragung
Das Projekt zur „Stillen Reserve“ des Regionalmanagements des Landkreises Kelheim geht in die nächste Runde. Während die Unternehmensbefragung noch bis 18. Oktober 2026 läuft, startet nun bereits die Online-Bevölkerungsbefragung. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können dabei Angaben zu ihrer beruflichen Situation sowie zu möglichen Hürden bei der Aufnahme bzw. Ausweitung einer Erwerbstätigkeit machen.
Zur Teilnahme aufgerufen sind Erwachsene aus dem Landkreis Kelheim, die derzeit aus verschiedenen Gründen nicht oder nur eingeschränkt erwerbstätig sind, aber nicht arbeitslos gemeldet sind. Diese Gründe können persönlicher, familiärer, gesundheitlicher oder organisatorischer Natur sein, beispielsweise Kinderbetreuung, die Pflege von Angehörigen oder gesundheitliche Einschränkungen. Im Projekt wird für Menschen, auf die dies zutrifft, der Fachbegriff „Stille Reserven“ verwendet.
Sie könnten sich vorstellen, unter geeigneten Bedingungen wieder einer Erwerbstätigkeit nachzugehen, ihre Arbeitszeit zu erhöhen oder nach einer längeren Pause wieder in den Beruf einzusteigen? Dann teilen Sie Ihre persönlichen Erfahrungen, Wünsche und Unterstützungsbedarfe mit, damit der Landkreis Kelheim herausfinden kann, welche Hürden bestehen, welche Tätigkeitsbereiche infrage kommen und welche Unterstützung benötigt wird.
„Gestalten Sie den Landkreis Kelheim aktiv mit und helfen Sie uns, die Situation am Arbeitsmarkt für Sie zu verbessern. Mit der Unternehmens- und der nun gestarteten Bevölkerungsbefragung will der Landkreis die Perspektive von betroffenen Menschen kennenlernen und auch die Rahmenbedingungen in den Unternehmen untersuchen, um so die bestmöglichen Unterstützungsangebote zu entwickeln. Vielen Dank für Ihre Mithilfe – jede persönliche Erfahrung hilft.“
Landrat Christian Nerb
Interessierte können unter www.landkreis-kelheim.de/bevoelkerungsumfrage bis 22. November 2026 bei der Bevölkerungsbefragung mitmachen. Dabei werden Themen wie die aktuelle Erwerbssituation, persönliche Hürden bei der Aufnahme einer Erwerbstätigkeit, Homeoffice und flexible Arbeitsmodelle sowie der Wunsch nach konkreten Unterstützungsangeboten abgefragt. Die Teilnahme ist freiwillig und ausschließlich online möglich. Die Befragung erfolgt anonym. Die Antworten werden ausschließlich in zusammengefasster Form ausgewertet.
„Jede Lebenssituation ist anders, und oft sind es mehrere Faktoren, die eine Erwerbstätigkeit erschweren oder eine Veränderung bisher nicht möglich machen. Mit der Bevölkerungsbefragung möchten wir den Menschen im Landkreis Raum geben, ihre Erfahrungen, Wünsche und möglichen Hürden zu schildern. So können wir besser nachvollziehen, welche Rahmenbedingungen für eine Veränderung der beruflichen Situation hilfreich sein könnten. Uns ist bewusst, dass persönliche Einblicke nicht selbstverständlich sind. Umso mehr würde ich mich freuen, wenn Sie sich die Zeit nehmen und Ihre Erfahrungen mit uns teilen.“
Johanna Sebald, Regionalmanagerin des Landkreises Kelheim
Neben der Unternehmensbefragung und der Bevölkerungsbefragung gibt es noch einen weiteren Projektbaustein: eine Standortanalyse mit dem Fokus auf Wertschöpfungsketten und arbeitsmarktbezogene Rahmenbedingungen im Landkreis Kelheim. Auf dieser Grundlage sollen anschließend geeignete Projekte, Unterstützungsangebote und Veranstaltungen entwickelt werden.