Marke Landkreis Kelheim

Drei Jahrzehnte öffentliche Mobilität im Landkreis Kelheim

29. September 2026: Der Verkehrsverbund Landkreis Kelheim blickt auf 30 Jahre zurück

Vom klassischen Linienverkehr über Freizeitbusse und KEXI bis zur digitalen Mobilitätsplattform: Der Verkehrsverbund Landkreis Kelheim blickt auf 30 Jahre Entwicklung des öffentlichen Nahverkehrs zurück.

Seit drei Jahrzehnten steht der VLK für die Weiterentwicklung der öffentlichen Mobilität im Landkreis Kelheim. Mit der Gründung der Verkehrsgemeinschaft Landkreis Kelheim im Jahr 1996 wurde der Grundstein für eine stärkere Vernetzung und Koordinierung des öffentlichen Nahverkehrs gelegt. Heute, 30 Jahre später, umfasst die Mobilität im Landkreis klassische Buslinien ebenso wie flexible On-Demand-Verkehre, Freizeitangebote, digitale Fahrgastinformation und ein digitales Fahrkarten- und Informationsangebot.

Bereits das Gründungsjahr 1996 brachte wesentliche Veränderungen: Im nördlichen Landkreis entstand ein neues, vertaktetes Bussystem, der erste Nahverkehrsplan wurde erarbeitet, die VLK-MobiCard eingeführt und in Kelheim eine erste VLK-InfoZentrale eingerichtet. Ein Jahr später wurden zahlreiche Schülerverkehre in den öffentlichen Linienverkehr integriert und mit dem VLK-NachtExpress ein landkreisweites Nachtbusangebot geschaffen.
In den folgenden Jahren wurde das Angebot kontinuierlich weiterentwickelt. Neue Verbindungen in Richtung Regensburg, die bessere Anbindung von Universität und Universitätsklinikum, zusätzliche Angebote für Schülerinnen und Schüler sowie neue Tarifprodukte kamen hinzu. Ein wichtiger Schritt war 2010 die Einführung eines einheitlichen Wabentarifs für weite Teile des Landkreises. Auch die Fahrgastinformation wurde zunehmend digitalisiert und der Betrieb mit einem rechnergesteuerten Betriebsleitsystem modernisiert.

Eine besondere Erfolgsgeschichte sind die Freizeitbusse. Mit Fahrradanhängern verbinden sie heute auf den Linien 6010 und 6030 den Landkreis Kelheim mit Regensburg, dem Altmühltal, der Hallertau und Freising. Sie ermöglichen die Kombination von öffentlichem Verkehr, Radfahren und Wandern und haben sich zu einem festen Bestandteil des touristischen Mobilitätsangebotes in der Region entwickelt. Ab 2020 begann ein weiterer grundlegender Entwicklungsschritt. Mit KEXI startete in der Stadt Kelheim erstmals ein flexibler On-Demand-Verkehr, bei dem sich das Verkehrsangebot nach den Fahrtwünschen der Fahrgäste richtet. 2022 folgte Neustadt a. d. Donau, 2023 wurde KEXI LAND auf den gesamten Landkreis ausgeweitet und 2024 kamen Bad Abbach und Teugn hinzu. Seit 2025 wurde auch das Angebot im Raum Mainburg deutlich erweitert. Heute ergänzt KEXI den klassischen Linienverkehr insbesondere dort, wo feste Fahrpläne und Linien allein keine ausreichende Erschließung ermöglichen.

Parallel dazu entwickelte sich der Landkreis Kelheim zu einem Erprobungsraum für innovative Mobilität. Seit 2020 waren im Landkreis automatisierte Shuttlebusse im Einsatz. Forschungsprojekte wie KelRide, SAFESTREAM und SUE beschäftigten sich unter anderem mit automatisiertem Fahren, On-Demand-Verkehren und der Frage, wie autonome Fahrzeuge künftig sicher in den öffentlichen Verkehr integriert werden können.

Mit der Neuaufstellung des VLK wurde aus der ursprünglichen Verkehrsgemeinschaft schließlich der VLK – Verkehrsverbund Landkreis Kelheim. Damit rückten die gemeinsame Gestaltung des Verkehrsangebotes, ein einheitlicher Auftritt und insbesondere der digitale Vertrieb noch stärker in den Mittelpunkt.

Eine wichtige Säule des öffentlichen Nahverkehrs im Landkreis Kelheim sind seit jeher die Verkehrsunternehmen, die das Angebot Tag für Tag auf die Straße bringen. Mit der RBO Regionalbus Ostbayern GmbH, der Busservice Watzinger GmbH & Co. KG, Heinrich Hierl e. K., der Heigl Reisen GmbH & Co. KG, der Stanglmeier Reisebüro und Bustouristik GmbH & Co. KG, der Reise- und Bustouristik Schmid GmbH & Co. KG sowie der Bäuml Reisen GmbH & Co. KG verfügt der VLK über erfahrene und engagierte Partner. Mit ihren Fahrerinnen und Fahrern, ihren Fahrzeugen und ihrem betrieblichen Know-how leisten sie täglich einen wesentlichen Beitrag zur Mobilität im Landkreis Kelheim. Die enge und partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen dem Landkreis und den Verkehrsunternehmen bildet dabei seit vielen Jahren eine wichtige Grundlage für einen verlässlichen und leistungsfähigen öffentlichen Nahverkehr. Zugleich bringen die Unternehmen ihre Erfahrung und ihre Kenntnisse aus dem täglichen Betrieb ein und tragen damit entscheidend dazu bei, das Verkehrsangebot im Landkreis gemeinsam weiterzuentwickeln.

„30 Jahre VLK stehen auch für 30 Jahre vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit zwischen dem Landkreis und den lokal verwurzelten Verkehrsunternehmen. Gerade die letzten Jahre mit Coronakrise und der Etablierung des Deutschlandtickets haben gezeigt, dass der VLK auch die großen Herausforderungen meistert. Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit dem Landkreis auch die nächsten Schritte einer modernen und nachhaltigen Mobilität zu gestalten.“
Philipp Pitsch, Sprecher der VLK Verkehrsunternehmen

2026 steht für den nächsten Schritt des VLK. Mit der neuen Website meinvlk.de und der VLK-App erhalten Fahrgäste Fahrplan- und Verbindungsinformationen, Echtzeitdaten sowie aktuelle Hinweise direkt auf das Smartphone. Neben dem Deutschlandticket können Einzel- und Tagestickets bereits über die App erworben und verwaltet werden.

Seit dem jüngsten Update stellt der Landkreis zudem den Schülerinnen und Schüler, die ihr Deutschlandticket über die Schülerbeförderung des Landkreises erhalten, dieses direkt in der VLK-App zur Verfügung. Der digitale Vertrieb weiterer VLK-Tickets wird derzeit weiter ausgebaut.
Damit hat sich die Aufgabe des VLK in 30 Jahren erheblich verändert: Aus der Koordination von Buslinien und Tarifen ist ein umfassendes Mobilitätsmanagement entstanden, das Linienverkehr, flexible Angebote, Freizeitmobilität, Digitalisierung und neue Technologien miteinander verbindet.

„30 Jahre VLK zeigen, wie stark sich Mobilität verändert hat. Entscheidend war und ist dabei, dass wir die Angebote immer wieder an die Bedürfnisse der Menschen im Landkreis anpassen. Wir wollen einen öffentlichen Verkehr, der zuverlässig, einfach zugänglich und auch im ländlichen Raum eine echte Alternative bietet. Mein Dank gilt allen Verkehrsunternehmen, Kommunen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie unseren Partnern, die diesen Weg in den vergangenen drei Jahrzehnten begleitet haben.“
Christian Nerb, Landrat

Das Jubiläum ist deshalb nicht nur Anlass für einen Rückblick. Mit der Weiterentwicklung der VLK-App, dem digitalen Ticketvertrieb, der Weiterentwicklung von KEXI und der laufenden Fortschreibung der Nahverkehrsplanung arbeitet der Landkreis bereits an den nächsten Schritten.
30 Jahre VLK stehen damit für 30 Jahre Veränderung – und für das Ziel, öffentliche Mobilität im Landkreis Kelheim auch künftig einfach, vernetzt und bedarfsgerecht zu gestalten.