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Verkehrssicherheitsbeauftragter: Wichtiges zum Reifenwechsel

Meldung vom 05.05.2021 Verkehrssicherheitsbeauftragter: Wichtiges zum Reifenwechsel

„Von O bis O“ – diese Faustregel kennt wohl jede*r Autofahrer*in. Mit dieser Eselsbrücke kann man sich den Zeitpunkt zum Reifenwechseln einfach merken: „Von Oktober bis Ostern“ sollten die Winterreifen gefahren werden, bevor anschließend auf Sommerreifen gewechselt wird. In Deutschland herrscht eine Winterreifenpflicht, die Pflicht zum Wechsel auf Sommerreifen gibt es jedoch nicht.
Das ist aber nur ein ungefährer Zeitpunkt. Der Reifenwechsel sollte am besten an die Witterungsbedingungen angepasst werden. Sind die Temperaturen an Ostern beispielsweise noch sehr kalt, kann das Reifenwechseln auch erst zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen.
Der Wechsel der Reifen hat aber zu einem geeigneten Zeitpunkt erfolgen, da die Gummi-Mischungen der Reifen jeweils für bestimmte Temperaturen ausgelegt sind. Winterreifen haben im Sommer einen stärkeren Abrieb des Gummis und einen längeren Bremsweg. Daher wird es empfohlen, ab einer Temperatur von ca. 7 Grad Celsius Sommerreifen zu benutzen.
Um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer*innen zu gewährleisten, sollte beim Wechsel der Reifen auf einiges geachtet werden:

1. Das Alter der Reifen
Das Alter des Reifens hat Auswirkungen auf dessen Zustand und Halt. Je älter ein Reifen wird, desto schlechter wird auch das Bremsverhalten auf nasser Fahrbahn und dessen Rollwiderstand, ebenso wie das Verhalten auf schneebedeckter Fahrbahn bei Winterreifen.
Gesetzlich ist nicht geregelt, wie alt ein Reifen maximal sein darf. Diese sollten aber meist nach sechs bis acht Jahren ausgetauscht werden. Solange die Tiefe des Profils stimmt und sie in einem guten Zustand sind, sollten Reifen maximal zehn Jahre gefahren werden.
Das Alter ist durch die DOT-Nummer, die seitlich auf dem Reifen zu finden ist, bestimmbar.

2. Die richtige Lagerung
Die richtige Lagerung der Reifen ist sehr wichtig. Obwohl sie in dieser Zeit nicht in Gebrauch sind, nutzen sie sich dennoch ab.

Reifen kann man gegen eine Gebühr in der Werkstatt einlagern. Möchte man dies aber nicht, ist eine Lagerung zu Hause auch möglich. Die Reifen sollten vor allem dunkel, kühl und trocken gelagert werden. Ideal dafür ist ein geschlossener Raum, der die Reifen vor direkter Sonneneinstrahlung schützt, z.B. ein Kellerraum. Am besten ist es, sie übereinandergestapelt oder in einem Felgenbaum zu lagern.

3. Kontrolle auf Beschädigungen und Verschleiß
Vor dem Wechsel sollte man die Reifen auf etwaige Beschädigungen kontrollieren. Die Radschrauben und Radmuttern sollten keine Schäden aufweisen und das Gewinde frei von Schmutz oder Rost sein. Waren die Reifen bereits in Benutzung, sind diese ebenfalls auf Beschädigungen oder Fremdkörper zu kontrollieren.

Der wichtigste Kontrollpunkt ist das Profil. Wenn das Profil nicht mehr tief genug ist, verliert der Reifen an Haftung. Gesetzlich festgelegt ist eine Mindesttiefe von 1,6 mm.
Die Mindestprofiltiefe ist jedoch nicht als genauen Wert aufzunehmen, da Profile bereits ab ca. 4 mm nicht mehr richtig haften.
Daher sollten Sommerreifen ab einer Profiltiefe von 3 mm und Winterreifen ab einer Profiltiefe von 4 mm ausgetauscht werden, um die bestmögliche Haftung auf der Fahrbahn zu garantieren.
Für das Messen der Profiltiefe gibt es ebenfalls eine Hilfe: Der goldene Rand eines 1 Euro Stücks ist 4 mm breit. Hält man das Geldstück in das Profil des Reifens und der untere goldene Rand verschwindet, weiß man, dass der Reifen noch genügend Profil hat.

Nach dem Wechsel sollte man die neuen Reifen mit dem korrekten Luftdruck füllen. Nach den ersten ca. 50 km die Verschraubung kontrollieren und diese gegebenenfalls noch einmal nachziehen.

„Ankommen statt umkommen!“

Bildquelle: https://www.fleetdriver.de/wp-content/uploads/2017/09/Reifen_Profiltiefe-3-1000x563.png, v. 04.05.2021, 08:10 Uhr

Kategorien: Landratsamt

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