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80 neue Klimabotschafter

10.04.2019 Über 80 Kinder nutzen die Gelegenheit und bilden sich bei der interkommunalen Plant-for-the-planet Akademie am 06. April 2019 in der Grundschule Regensburg-Keilberg zu Botschaftern für Klimagerechtigkeit aus. Mit der Pflanzung von 40 Obstbäumen setzen sie ein klares Zeichen für den Klimaschutz.

Klimabotschafter Plant-for-the-planet
Energieagentur Plant-for-the-planet 2019

Klimaschutz mit breiter Unterstützung
Das Wetter zeigt sich von seiner besten Seite, als sich die über 80 Kinder aus mehr als 30 Schulen nähern, um 40 Obstbäume zu pflanzen. Wo man auch hinschaut, lachende und hoch motivierte Gesichter. Aufgeteilt in Pflanztrupps wühlen sie sich durch den butterweichen Boden im Landschaftsschutzgebiet Keilberg und pflanzen mit unbändiger Energie Apfel-, Birnen-, Kirsch- und Zwetschgenbäume. Am Ende der Aktion steht eine Streuobstwiese, welche von nun an der Allgemeinheit zur Verfügung steht. Tatkräftige Unterstützung bekommen die Kinder dabei von Erwachsenen. Dabei sind Herr Leichtl und sein Sohn aus Keilberg, denen die Wiese gehört. Des Weiteren Andrea Müller, Klimaschutzmanagerin der Stadt Regensburg, André Suck, Klimaschutzmanager Landkreis Regensburg, Christina Bauer, Regionalmanagerin des Landkreises Kelheim, und Johannes Zange mit dem Team der Energieagentur Regensburg, die zusammen die Pflanzfläche optimal vorbereitet haben und den Kindern helfen, wo immer sie können. Bevor die Kinder die Bäume setzten, erklärte Ihnen Peter Punzmann von Garten Punzmann, was beim Pflanzen zu beachten ist und was das Besondere an den einzelnen Baumsorten ist. Um am Ende das Anwachsen der Bäume zu gewährleisten, stehen die Feuerwehrleute des Löschzuges Keilberg schon mit 1.000 Litern Wasser bereit.

Und noch mehr Unterstützer aus Politik und Wirtschaft kommen an diesem Nachmittag auf den Keilberg nach Regensburg, um den Kindern bei ihrem Vorhaben zu helfen. Gemeinsam mit Kindern weltweit wollen sie eine Billion Bäume pflanzen, um sich einen Zeitjoker im Kampf gegen die Klimaerwärmung zu verschaffen. Gertrud Maltz-Schwarzfischer, die Bürgermeisterin der Stadt Regensburg, Tanja Schweiger, die Landrätin des Landkreises Regensburg und Wolfgang Gural, der Stellvertreter des Landrats des Landkreises Kelheim sind sichtlich beeindruckt, mit welcher Energie und Entschlossenheit die Kinder dieses hehre Ziel angehen.

Auch die Unterstützer aus der Wirtschaft lassen sich an diesen Tag sehen. „Vielen Menschen ist nicht bewusst, dass wir bereits mitten in der hausgemachten Klimakrise stecken. […] Dass Kinder erfahren, wie es um ihre Zukunft steht und vor allem, ihnen Mittel an die Hand zu geben, wie sie selbst tätig werden können, das finden wir das Großartige an dieser Aktion und freuen uns, die Akademie unterstützen zu können“, so Florian Mann, Vorstandsvorsitzender der Raiffeisenbank Regensburg-Wenzenbach eG, und Max Scheidacker von Zellner Recycling übereinstimmend. Gemeinsam mit der EBSnet | eEnergy Software GmbH, der Globus Handelshof St. Wendel GmbH & Co. KG Betriebsstätte Neutraubling, G-Tec Energiekonzept, der INSYS MICROELECTRONICS GmbH, iNTENCE Automotive electronics GmbH, OmniCert Umweltgutachter GmbH, der REWAG AG & Co KG, sun.factory GmbH, tewag  GmbH und der U.T.E. Ingenieur GmbH machen die Unterstützer nicht nur die Akademie in Regensburg-Keilberg möglich, sondern – ganz im Sinne der Klimagerechtigkeit – zwei weitere Akademien in Ländern auf der südlichen Halbkugel.

Bäume als hervorragende Netzwerker
Bäume sind also nicht nur in der Natur untereinander wahre Bio-Netzwerker. Sie vermögen es an diesem Tag, Akteure aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zusammenzubringen. Vor allem dann, wenn derart engagierte Kinder dazu aufrufen. Und das Engagement geht weiter. Denn das Pflanzen der Bäume dient den Kindern zwar als dringend notwendiger Zeitjoker im Kampf gegen den Klimawandel, doch die Akademie hat noch einen weiteren Zweck. Gemeinsam erforschen die Teilnehmer ihre Rolle in Sachen Klimaschutz und entwickeln zusammen Ideen für das zukünftige Wirken – eine Antwort also auf die alles entscheidende Frage, wie die gewonnene Zeit bestmöglich genutzt werden könne.

Kinder helfen Kindern
Dreh- und Angelpunkt für Workshops und Vorträge war die Grundschule in Keilberg, die die Schulleiterin Martina Käs zur Verfügung stellte. Nach der Begrüßung der Kinder durch die Politikerinnen und Politiker aus Landkreis Kelheim und Regensburg und der Stadt Regensburg, ziehen sich diese zur Arbeit in Gruppen zurück. Beim Blick in die einzelnen Räume ist die Konzentration spür- und hörbar. Finger schießen in die Luft, um eigene Beiträge mit einzubringen, Stifte sausen über leere Plakate, um sie mit kreativen Ideen zur Verbreitung der Klimabotschaft zu füllen, Spielsteine und Luftballons springen über Weltkarten, um die Klimagerechtigkeit sichtbar zu machen, Projektoren schmeißen Bilder an die Wand, um die Kinder bei ihren Vorträgen zu unterstützen und überall dazwischen hüpfen die Mitarbeiter von plant-for-the-planet umher, die die Kinder mit weiteren Aufgaben und Denkanstößen immer wieder aufs Neue herausfordern.

Den ganzen Tag über versuchen die Kinder mit größtem Eifer und mit viel Kreativität die drohende Klimakrise zu lösen. Zur Abschlussveranstaltung, bei der auch die Eltern der Kinder eingeladen waren, kann das Tageswerk schließlich bestaunt werden. Und spätestens hier wird klar: die Akademie ist ein gewaltiger Erfolg. Zum Abschluss werden die Kinder zu Botschaftern für Klimagerechtigkeit ernannt und tragen von nun an zum einen die Idee auf ihre ganz persönliche Weise in die Schulen, Familien und Gemeinden. Zum anderen tragen sie voller Stolz eine Urkunde und eine große Stofftüte mit nach Hause – voll mit aktuellen Informationen und Büchern, einem T-Shirt sowie Präsentationsmaterialien und ganz wichtig: mit guter Schokolade.

Zuversichtlich in die Zukunft
Das Organisationsteam der Akademie rund um Johannes Zange (Energieagentur Regensburg e. V.), mit Christina Bauer (Regionalmanagerin Landkreis Kelheim), Andrea Schlegel (Klimaschutzmanagerin Stadt Regensburg) und André Suck (Klimaschutzmanager Landkreis Regensburg), ist sichtlich erleichtert, dass alles glatt über die Bühne geht. „Für die Zukunft brauchen wir uns keine Sorgen machen. Mit dem heutigen Tag haben wir eine Menge neuer Mitstreiter für mehr Klimaschutz und Klimagerechtigkeit dazugewinnen können“, so das einstimmige Resümee.

Nächste Akademie am 14. April
Im Oktober und im November 2019 finden noch weitere zwei Akademien in unserer Region statt. Weiterführende Informationen zur Akademie und zur Anmeldung unter https://www.plant-for-the-planet.org/de/mitmachen/akademien.

Kategorien: Landratsamt