Marke Landkreis Kelheim

Der Marktstadl in Vohburg – wie eine Stadt Leerstand neu belebt

11. Mai 2026: Öko-Modellregionen Kelheim und Ingolstadt informieren über Projekt.
Gruppenfoto Marktstadl Vohburg

vordere Reihe, 3. und 4. von links: Sonja Rieger (Öko-Modellregion Landkreis Kelheim) und Petra Simon (Öko-Modellregion Stadt.Land.Ingolstadt) luden bei einer gemeinsamen Veranstaltung zur Besichtigung des Marktstadls ein.

Fast jede Kommune kennt das Problem: Leerstand, der aufgrund hoher Mieten oder wirtschaftlicher Risiken nicht belebt werden kann. Wie lassen sich solche leerstehenden Gebäude sinnvoll nutzen und gleichzeitig regionale Wertschöpfung stärken? Mit dem Marktstadl hat die Stadt Vohburg an der Donau im Landkreis Pfaffenhofen auf diese Frage eine bemerkenswerte Antwort gefunden.

Auf die gemeinsame Einladung der Öko-Modellregionen Kelheim und Ingolstadt informierten sich Ende April zahlreiche Interessierte vor Ort über das Projekt.

Bei der gemeinsamen Besichtigung stellte Bürgermeister Andreas Amann den Markstadl vor und erklärte, wie die Stadt den ehemaligen Leerstand erfolgreich in einen modernen Einkaufs- und Begegnungsort verwandelt hat.

Ein abbruchreifer, verdreckter Stall mitten in der Stadt: das konnte so natürlich nicht bleiben. In Absprache mit dem Denkmalschutz wurde das Gebäude originalgetreu ganz neu aufgebaut und seit vergangenem November auch neu genutzt.

Den Zuschlag für die Planung erhielt ein kleines Architekturbüro für sein Konzept, und so entstand ein offenes und einladendes Gebäude im Herzen der Stadt. Schnell wurde der Stadtverwaltung jedoch klar: es würde kein Pächter gefunden werden, denn das Erwirtschaften der Miete und das finanzielle Risiko wollte niemand tragen. Deshalb entschied sich die Stadt Vohburg für einen ungewöhnlichen, aber mutigen Weg: Sie übernahm den Betrieb des Bistros selbst und stellte eigenes Personal ein.

„Die Einnahmen des Bistros tragen die Unkosten“, erläuterte Andreas Amann, damals Geschäftsführer der Stadt und inzwischen neu gewählter Bürgermeister. Er hat während seiner Dienstzeit die ganze Entstehungsgeschichte des Markstadls mitbegleitet.

Zusätzliche Einnahmen entstehen durch den Verkauf regionaler und bio-regionaler Produkte, die von Direktvermarktern und Erzeugern in Kommission angeboten werden. Hohe Erlöse seien dabei laut Amann nicht zu erwarten, große Gewinne stünden hier aber auch nicht im Vordergrund. Vielmehr sei es gelungen, Leerstand sinnvoll zu beleben und einen attraktiven Ort für Einheimische und Besucher zu schaffen.

Das Konzept verbindet Einkauf, Gastronomie und Regionalität auf besondere Weise. Im Bistro werden zahlreiche Produkte verarbeitet, die auch im Marktstadl erhältlich sind. Angeboten werden Frühstück sowie wechselnde Mittagsgerichte wie Bowls, Wraps oder Sandwiches – so können Besucher direkt probieren, was später vielleicht im Einkaufskorb landet.

Ob das Projekt auf andere Kommunen übertragbar ist? Auf jeden Fall, davon ist Andreas Amann überzeugt. Es müsse nicht gleich ein neuer Stadl sein, aber überall gäbe es Leerstand in öffentlicher Hand, wo man mit Willen und Kreativität eine ähnliche Idee umsetzen könnte.

Der Marktstadl in der Donaustraße 17a ist montags, dienstags, donnerstags und freitags von 9 bis 17 Uhr sowie samstags von 9 bis 13 Uhr geöffnet. Mittwochs, sonntags und an Feiertagen ist Ruhetag.

Fast jede Stadt kennt das Problem:
Die Mieten sind zu hoch.
Deshalb stehen Häuser leer.
Oder es gibt andere Probleme.
Wie kann man die Häuser trotzdem benutzen?
Und wie kann man damit der Region helfen?
Die Stadt Vohburg an der Donau hat eine gute Antwort auf diese Frage gefunden.
Die Stadt ist im Landkreis Pfaffenhofen.
Die Antwort ist:
Der Marktstadl.

Viele Menschen interessieren sich für das Projekt.
Deshalb haben die Öko-Modellregionen Kelheim und Ingolstadt eine Veranstaltung gemacht.
Die Veranstaltung war Ende April.
Bei der Veranstaltung gab es Infos über das Projekt.

Bürgermeister Andreas Amann hat den Markstadl gezeigt.
Er hat erklärt:
So hat die Stadt den Markstadl neu gemacht.
Jetzt kann man dort einkaufen.
Und man kann sich dort treffen.

Der Stall war mitten in der Stadt.
Der Stall war sehr dreckig.
Und der Stall war fast kaputt.
Das sollte sich ändern.
Der Denkmal-Schutz hat gesagt:
So muss der Stall aussehen.
Dann hat man den Stall neu gebaut.
Seit November benutzt man den Stall wieder.

Ein Architekturbüro hat einen Plan für das Gebäude gemacht.
Das Architekturbüro ist klein.
Das Gebäude ist offen und einladend.
Es ist in der Mitte von der Stadt.
Die Stadt hat aber gemerkt:
Niemand will das Bistro mieten.
Niemand will die Miete bezahlen.
Und niemand will das Risiko haben.
Deshalb hat die Stadt Vohburg etwas Besonderes gemacht:
Die Stadt betreibt das Bistro selbst.
Und die Stadt hat eigenes Personal eingestellt.

Andreas Amann sagt:
Das Bistro verdient Geld.
Damit bezahlt das Bistro seine Kosten.
Andreas Amann war früher Geschäftsführer von der Stadt.
Jetzt ist er Bürgermeister.
Er hat den Markstadl von Anfang an begleitet.

Es gibt auch noch andere Einnahmen.
Man verkauft regionale und biologische Produkte.
Die Produkte kommen direkt von den Herstellern.
Die Hersteller bieten die Produkte in Kommission an.
Das heißt:
Die Hersteller bekommen einen Teil von dem Geld für die Produkte.
Der andere Teil geht an den Laden.

Amann sagt:
Man bekommt nicht viel Geld für die Produkte.
Aber das ist nicht wichtig.
Wichtig ist:
Der Laden ist jetzt ein schöner Ort für Menschen aus der Region und Besucher.

Das Konzept verbindet verschiedene Sachen.
Zum Beispiel:

  • Einkaufen
  • Essen
  • die Region.

Im Bistro kann man viele Sachen essen.
Die Sachen kann man auch im Marktstadl kaufen.
Man kann im Bistro frühstücken.
Und es gibt verschiedene Mittagessen.
Zum Beispiel:

  • Bowls
  • Wraps
  • Sandwiches.

Die Besucher können die Sachen probieren.
Vielleicht kaufen sie die Sachen später.

Kann man das Projekt auch in anderen Städten machen?
Andreas Amann sagt: Ja.
Man muss nicht immer einen neuen Stadl bauen.
Es gibt viele leere Häuser.
Die Häuser gehören der Stadt.
Man kann die Häuser für so ein Projekt benutzen.
Dafür muss man nur wollen.
Und man muss gute Ideen haben.

Der Marktstadl ist ein Geschäft.
Die Adresse ist: Donau-Straße 17a.
Der Marktstadl ist an verschiedenen Tagen geöffnet.
An diesen Tagen ist der Marktstadl von 9 Uhr morgens bis 17 Uhr nachmittags geöffnet:

  • Montag
  • Dienstag
  • Donnerstag
  • Freitag.

Am Samstag ist der Marktstadl von 9 Uhr morgens bis 13 Uhr mittags geöffnet.

An diesen Tagen ist der Marktstadl geschlossen:

  • Mittwoch
  • Sonntag
  • Feiertag.

Diesen Text hat ein Computer in Leichte Sprache übertragen. Der Text ist nicht durch Menschen mit Behinderungen geprüft worden.