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KreisEntwicklung setzt strategische Schwerpunkte für die Zukunft des Landkreises Kelheim

27. Februar 2026: Mehrere Themen auf der Agenda bei der Beiratssitzung im Februar.
KreisEntwicklung Landkreis Kelheim

Die Arbeitsgemeinschaft Kreisentwicklung im Landkreis Kelheim hat im Rahmen ihrer Beiratssitzung im Februar zentrale Projekte für das Jahr 2026 vorgestellt und zugleich Bilanz zu den Aktivitäten des vergangenen Jahres gezogen. Ziel der Koordinierungsplattform ist es, die regionale Entwicklung in den Bereichen Wirtschaft, Tourismus, Natur- und Klimaschutz sowie Kanalschifffahrt strategisch zu bündeln und nachhaltig voranzubringen.

Zum stellvertretenden Vorsitzenden für die kommenden drei Jahre wurde Klaus Blümlhuber, stellvertretender Vorsitzender des Landschaftspflegeverbandes VÖF, berufen.

„Aufgabe der Kreisentwicklung ist es, die Entwicklung der Region zu koordinieren. Mit Hilfe dieser zielgerichteten Projekte möchten wir unsere Heimat für die Zukunft aufstellen.“

Landrat Martin Neumeyer, Vorsitzender der Kreisentwicklung

Wirtschaft und Innovation im Fokus

Im Bereich Wirtschaftsförderung setzt der Landkreis auf Digitalisierung, Netzwerkarbeit und gezielte Fachkräftesicherung. Projekte wie der Open Regional Campus, Initiativen zur Förderung von Start-ups, die Stärkung von MINT-Kompetenzen sowie Programme zur Azubi- und Gründerförderung bilden zentrale Bausteine. Ergänzend werden Fördermittelberatung, der Energienutzungsplanung plus und regionale Netzwerkstrukturen weiter ausgebaut.

Mit dem Regionalmanagementkonzept 2026–2028 stehen insbesondere die Themen „Smart Region“ und die Aktivierung wirtschaftlicher Potenziale („Stille Reserven“) im Mittelpunkt.

Klimaschutz, Wasser und Kulturlandschaft

Im Bereich Natur- und Klimaschutz sollen Moor- und Wasserrückhaltemaßnahmen deutlich intensiviert werden. Projekte im Heiligenstädter Moos, Forstmoos und Sippenauer Moor zielen auf Klimaschutz, Biodiversität und nachhaltige Flächennutzung. Parallel wird die Vernetzung bayernweiter Schwammregionen vorangetrieben.

Weitere Maßnahmen umfassen:

  • Ausbau extensiver Beweidungsprojekte mit möglicher touristischer Nutzung
  • Stärkung regionaler Marken wie das Labertaler Weiderind
  • Intensivierung von Gewässermaßnahmen in Kooperation mit Fachverbänden
  • Verstärkte Nutzung vorhandener Förderprogramme

Auch die Kreisarchäologie bleibt ein wichtiger Bestandteil der regionalen Identitätsarbeit durch die Vermittlung bodendenkmalpflegerischer Belange.

Nachhaltiger und digitaler Tourismus

Der Tourismus als bedeutender Wirtschaftsfaktor soll gezielt weiterentwickelt werden. Schwerpunkte für 2026 sind:

  • Ausbau barrierefreier Angebote im Rahmen von „Reisen für Alle“
  • Besucherlenkung und Entlastung stark frequentierter Orte
  • Digitalisierung touristischer Angebote, einschließlich Online-Buchbarkeit und KI-gestützter Betriebsanalysen
  • Ausbau von Gruppen- und Tagungsreisen
  • Weiterentwicklung nachhaltiger Infrastruktur und CO₂-reduzierender Maßnahmen        

Auch die Schifffahrt im Altmühltal wird fortgeführt und strategisch weiterentwickelt, unter anderem durch die Optimierung von Anlegestellen und die Förderung klimafreundlicher Konzepte.

Ganzheitlicher Entwicklungsansatz

Die vorgestellten Maßnahmen unterstreichen den integrativen Ansatz der Kreisentwicklung: Wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit, ökologische Verantwortung und Lebensqualität sollen gleichermaßen gestärkt werden. Mit der strategischen Ausrichtung auf Innovation, Nachhaltigkeit und regionale Wertschöpfung positioniert sich der Landkreis frühzeitig für die Herausforderungen der kommenden Jahre.