Der Verkehrssicherheitsbeauftragte gibt Biker-Tipps zu Saisonbeginn
Fahrkönnen und körperliche Fitness sind wichtige Grundvoraussetzungen für die Beherrschung des Motorrads. Nach längeren Fahrpausen „verblassen“ diese Fähigkeiten und müssen neu aktiviert werden.
In einer Notsituation das Motorrad optimal abzubremsen ist weitaus schwieriger als bei einem Auto. Viele Motorräder haben nach wie vor kein Antiblockiersystem, sodass der Fahrer Vorder- und Hinterradbremse abgestimmt betätigen muss. Aber auch ein ABS ist kein „Antisturzsystem“.
Hauptursache der tödlichen Unfälle: nicht angepasste Geschwindigkeit.
Motorradreifen sind auf glatter, schmieriger Fahrbahn schnell überfordert. Von beiden Seiten - Autofahrer wie Biker - wird oftmals der tatsächliche Platzbedarf eines Motorrads in Kurven unterschätzt. Gefahrenquellen sind dabei z. B. nasse Straßen, Fahrbahnmarkierungen, Schienen und Kanaldeckel, Abfräsungen im Fahrbahnbelag, Splitt und Streusand oder Laub und Schmutz. Auch Spurrinnen und unterschiedlich griffige Fahrbahnoberflächen können die Fahrstabilität des Motorrads negativ beeinflussen. Das konzentrierte Beobachten der Fahrbahnoberfläche ist deshalb ständig nötig, um sich rechtzeitig auf kritische Bedingungen einzustellen. Der Reifenzustand trägt zusätzlich in erheblichem Maß zur Fahrsicherheit bei.
Deshalb:
- Prüfen Sie Luftdruck und Ventile regelmäßig!
- Untersuchen Sie die Reifen vor jeder Fahrt auf Beschädigungen!
- Erneuern Sie unregelmäßig abgefahren Reifen!
- Achten Sie auf ausreichende Profiltiefe (mindestens 1,6 mm, bei Mofas, Klein- und Leichtkrafträdern 1 mm)!
Um Gefahrensituationen besser zu meistern, empfiehlt sich zudem die Teilnahme an einem Sicherheitstraining (z. B. ADAC, Verkehrswacht Mainburg).
Nur überholen, wenn es im Rahmen der zulässigen Höchstgeschwindigkeit gefahrlos möglich ist und unbedingt darauf achten, dass man sich nicht im toten Winkel eines Fahrzeugs befindet.
Motorradkleidung muss die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit erhalten und vor Witterungseinflüssen, Sturz- und Unfallfolgen schützen.
Motorradfahrer und Sozius müssen einen Schutzhelm tragen. Um seine Schutzfunktion erfüllen zu können, muss der Helm gut sitzen ohne zu drücken, immer geschlossen werden und bei Beschädigung ausgetauscht werden. Ein klares Visier und eine auffällige Farbe des Helmes und der Kleidung sorgen zusätzlich für „Sehen und gesehen werden“.