Marke Landkreis Kelheim

Brachvogel, Kiebitz und Co. kommen aus den Winterquartieren zurück

16. März 2026: Rücksichtnahme ist jetzt besonders wichtig: Bitte helfen Sie mit beim Schutz der Vögel!
Kiebitz als wiesenbrütende Vogelart

Wiesenbrütende Vogelarten wie der Große Brachvogel, Bekassine, der Kiebitz, der Wachtelkönig, Braunkehlchen und Wiesenpieper, die in früheren Zeiten im Frühling und Sommer zahlreich die Wiesen der Flusstäler bevölkerten und dort durch Brut und Aufzucht ihrer Jungen für reges Leben sorgten, sind auch im Landkreis Kelheim sehr selten geworden. Glücklich kann sich schätzen, wer noch einzelne Exemplare solcher besonders auf Grünland angewiesenen Vögel beobachten kann.

Die wichtigsten Brut- und Aufzuchtgebiete für Wiesenbrüter liegen im Abenstal und seinen Seitentälern sowie im Tal der Großen Laber. Aber auch im Forstmoos, im Riedmoos, in der Donauniederung, im Sallingbachtal und im Esperbachtal bei Herrnwahlthann muss auf wiesenbrütende Vögel Rücksicht genommen werden.

Anlässlich der Rückkehr der Vögel aus ihren Winterquartieren weist die untere Naturschutzbehörde vorsorglich darauf hin, dass es verboten ist, die selten gewordenen und empfindlichen Tiere während ihrer Brut- und Aufzuchtzeit von Mitte März bis Ende August zu stören. Die Bevölkerung ist in dieser Zeit aufgefordert, die Gebiete ausschließlich auf den vorhandenen Wegen zu nutzen und Hunde unbedingt anzuleinen. Das Wegegebot ist bei allen Freizeitaktivitäten und damit auch bei Touren mit Quads, Mountainbikes oder Motocross-Maschinen zu beachten. Auch das Reiten abseits der Wege und das Betreiben von Modellflugzeugen und Drohnen können zu Störungen der Vögel bis hin zum Verlust der Brut führen.

Zur Information der Bevölkerung, und um die geschützten Wiesenbrütergebiete besser kenntlich zu machen, wurden im Labertal und südlich von Offenstetten Infoschilder aufgestellt. Die Tafeln geben Hinweise zum richtigen Verhalten während der Brutzeit der Wiesenbrüter. Ein QR-Code auf den Schildern lädt außerdem zum Abrufen weiterer Informationen zu den verschiedenen Vogelarten ein.

Die besondere Rücksichtnahme ist aufgrund der dramatischen Bestandsrückgänge der letzten Jahrzehnte dringend erforderlich. Insbesondere die Bestände des Großen Brachvogels, der offene, gut überschaubare, feuchte und ebene Wiesenlandschaften als Brutgebiet benötigt, sind vielerorts auf wenige Tiere zurückgegangen. So brüteten in den fünfziger Jahren noch mehrere Dutzend Paare im Landkreis Kelheim, während in den letzten Jahren bestenfalls noch ein bis zwei Brutpaare zu verzeichnen waren. Aber auch die früher allgegenwärtigen Kiebitze sind in der Roten Liste bayernweit als „stark gefährdet“ eingestuft. Nachdem sich die bayerischen Bestände zwischen 1975 und 1998 schon mehr als halbiert haben, geht der Rückgang seitdem kontinuierlich weiter.

Schon bei einer Entfernung von über hundert Metern fühlen sich die empfindlichen Vögel durch Menschen und freilaufende Hunde, die sich in ihrem Brutrevier aufhalten, gestört. Auch Drohnen und Modellflugzeuge sind in diesen Gebieten als problematisch einzustufen. Jede Störung bedeutet zusätzlichen Stress während der ohnehin anstrengenden Brut- und Aufzuchtphase. Als Folge unterbrechen die Vögel die Nahrungssuche, verlassen das Nest fluchtartig und starten Angriffsflüge oder Ablenkungsversuche. Störungen während des Brutgeschäftes können daher auch zum Auskühlen der Eier oder Nestlinge und letztlich zur Aufgabe der Brut führen. Gefahr besteht also weniger im direkten Verlust von Vögeln und Gelegen, als vielmehr in der Beunruhigung der Tiere.

Doch nicht nur für Brutvögel sind die Gebiete wichtig: vor allem im Frühjahr, aber auch im Spätsommer und Herbst rasten in den Flusstälern Zugvögel, die sich kurzzeitig von den Strapazen und Gefahren ihrer langen Reise erholen und sich für die nächste Etappe bereit machen. Für diese ohnehin geschwächten Vögel stellen Störungen ebenfalls ein großes Problem dar. Statt zu regenerieren, verlieren sie bei den Fluchtmanövern weitere Energiereserven, die sie dringend benötigen, um an ihre angestammten Brutplätze oder Winterquartiere zu gelangen.

Um die Bevölkerung über die Besonderheiten der Wiesenbrütergebiete und die dort vorkommenden Arten zu informieren und auch auf die Einhaltung des Wegegebotes und des Störungsverbotes hinzuweisen, sind zur Brut- und Zugzeit im Auftrag der Naturschutzbehörde vermehrt ehrenamtliche Naturschutzwächter im Einsatz. 

Die bayerischen Wiesenbrütergebiete können online abgerufen werden: https://www.lfu.bayern.de/natur/fis_natur/fin_web/index.htm

Früher gab es viele Vögel im Landkreis Kelheim.
Die Vögel haben im Frühling und Sommer auf den Wiesen gelebt.
Die Vögel haben dort ihre Eier gelegt.
Und die Vögel haben dort ihre Kinder großgezogen.
Deshalb war viel los auf den Wiesen.
Heute gibt es nur noch wenige von diesen Vögeln.
Zum Beispiel:

  • der Große Brach-Vogel
  • die Bekassine
  • der Kiebitz
  • der Wachtel-König
  • das Braun-Kehlchen
  • der Wiesen-Pieper.

Manchmal kann man diese Vögel noch sehen.
Dann kann man sich glücklich schätzen.

Die Wiesen-Brüter haben bestimmte Orte für ihre Eier und ihre Kinder.
Die wichtigsten Orte sind:

  • das Abenstal
  • die Seiten-Täler vom Abenstal
  • das Tal der Großen Laber.

Aber es gibt auch noch andere wichtige Orte.
Zum Beispiel:

  • das Forst-Moos
  • das Ried-Moos
  • die Donau-Niederung
  • das Sallingbachtal
  • das Esperbachtal bei Herrnwahlthann.

An diesen Orten muss man auf die Wiesen-Brüter aufpassen.

Die Vögel kommen im Frühling wieder zurück.
Die Vögel waren im Winter in einem anderen Land.
Die untere Natur-Schutz-Behörde sagt:
Man darf die Vögel nicht stören.
Das gilt von Mitte März bis Ende August.
In dieser Zeit legen die Vögel Eier.
Und die Vögel ziehen ihre Kinder groß.

Die Menschen sollen in dieser Zeit auf den Wegen bleiben.
Und sie sollen ihre Hunde anleinen.

Das gilt auch für:

  • Touren mit Quads
  • Touren mit Mountainbikes
  • Touren mit Motocross-Maschinen.

Man darf auch nicht:

  • neben den Wegen reiten
  • Modellflugzeuge fliegen lassen
  • Drohnen fliegen lassen.

Das kann die Vögel stören.
Dann können die Vögel keine Kinder bekommen.

Es gibt bestimmte Orte.
An diesen Orten sind die Wiesen-Brüter besonders geschützt.
Die Orte sind im Labertal und südlich von Offenstetten.
Dort gibt es jetzt Infotafeln.
Die Infotafeln zeigen:
So können Sie die Wiesen-Brüter schützen.
Auf den Infotafeln gibt es auch einen QR-Code.
Mit dem QR-Code können Sie mehr Infos über die Wiesen-Brüter bekommen.

Es gibt immer weniger Vögel.
Deshalb muss man besonders auf die Vögel aufpassen.
Zum Beispiel gibt es immer weniger Große Brachvögel.
Große Brachvögel brauchen bestimmte Wiesen für ihre Eier.
Die Wiesen müssen:

  • offen sein
  • feucht sein
  • eben sein.

In den fünfziger Jahren gab es noch viele Große Brachvögel im Landkreis Kelheim.
Es gab mehrere Dutzend Paare von Großen Brachvögeln.
In den letzten Jahren gab es nur noch ein bis 2 Paare von Großen Brachvögeln.

Auch Kiebitze gibt es immer weniger in Bayern.
Kiebitze stehen auf der Roten Liste in Bayern.
Das heißt:
Kiebitze sind stark gefährdet.
Zwischen 1975 und 1998 gab es schon viel weniger Kiebitze in Bayern.
Seitdem gibt es immer weniger Kiebitze.

Die Vögel brüten in einem bestimmten Gebiet.
Das heißt:
Die Vögel legen dort ihre Eier.
Und die Vögel ziehen dort ihre Kinder groß.

Manchmal sind Menschen in diesem Gebiet.
Oder Hunde laufen frei herum.
Das stört die Vögel.
Die Vögel fühlen sich dann schon bei einer Entfernung von über 100 Metern gestört.
Auch Drohnen und Modellflugzeuge stören die Vögel.

Die Brut- und Aufzucht-Phase ist für die Vögel sehr anstrengend.
Das heißt:
Die Vögel kümmern sich um ihre Eier und um ihre Kinder.
Störungen machen den Vögeln noch mehr Stress.

Die Vögel suchen dann nicht mehr nach Essen.
Sie fliegen schnell weg von ihrem Nest.
Sie greifen andere an.
Oder sie versuchen andere abzulenken.

Vielleicht sind die Eier oder die Kinder dann zu lange alleine im Nest.
Dann werden die Eier oder die Kinder kalt.
Vielleicht geben die Vögel dann auf.

Es gibt also ein Problem:
Es gibt nicht direkt weniger Vögel oder Eier durch die Störungen.
Aber die Störungen machen den Tieren Angst.

Die Fluss-Täler sind nicht nur für Brut-Vögel wichtig.
Zug-Vögel machen dort auch Pause.
Das machen sie im Frühling und im Spätsommer und Herbst.
Zug-Vögel fliegen sehr weit.
Das ist anstrengend und gefährlich.
Deshalb müssen sie sich ausruhen.
Dann können sie weiterfliegen.

Vielleicht werden die Zug-Vögel gestört.
Dann müssen sie wegfliegen.
Das kostet viel Energie.
Die Zug-Vögel brauchen die Energie aber für den Flug zu ihrem Brut-Platz oder Winter-Quartier.

Die Wiesen-Brüter-Gebiete sind besondere Orte.
Dort leben besondere Tiere.
Die Menschen sollen mehr über diese Orte und Tiere wissen.
Und die Menschen sollen wissen:

Man muss auf den Wegen bleiben.
Man darf die Tiere nicht stören.
Deshalb gibt es Natur-Schutz-Wächter.
Die Natur-Schutz-Wächter arbeiten für die Natur-Schutz-Behörde.
Die Natur-Schutz-Wächter arbeiten ehrenamtlich.
Das heißt:
Sie bekommen kein Geld für ihre Arbeit.
Die Natur-Schutz-Wächter sind zu bestimmten Zeiten da.
Zum Beispiel:

  • wenn die Tiere ihre Eier ausbrüten
  • wenn die Tiere wegfliegen.

Die bayerischen Wiesen-Brüter-Gebiete können Sie im Internet sehen.
Die Internet-Seite heißt:
https://www.lfu.bayern.de/natur/fis_natur/fin_web/index.htm

Diesen Text hat ein Computer in Leichte Sprache übertragen. Der Text ist nicht durch Menschen mit Behinderungen geprüft worden.