Regeln für die Rettungsgasse: Eins links – zwei rechts

10.08.2018 Regeln für die Rettungsgasse: Eins links – zwei rechts Aus aktuellem Anlass informiert der Verkehrssicherheitsbeauftragte des Landratsamtes Kelheim, Bernhard Strauß im Rahmen der Verkehrssicherheit: Das Bilden einer Rettungsgasse bei stockendem Verkehr auf mehrspurigen Straßen ist keine Frage der Höflichkeit, sondern gesetzlich festgelegt Pflicht. Denn nach einem Unfall müssen Rettungsfahrzeuge die Verletzten schnellstmöglich erreichen, um deren Überlebenschance zu erhöhen: Dabei zählt jede Sekunde!

So funktioniert die Rettungsgasse
So funktioniert die Rettungsgasse

Regeln für die Rettungsgasse: Eins links – zwei rechts

Aus aktuellem Anlass informiert der Verkehrssicherheitsbeauftragte des Landratsamtes Kelheim, Bernhard Strauß im Rahmen der Verkehrssicherheit:

Das Bilden einer Rettungsgasse bei stockendem Verkehr auf mehrspurigen Straßen ist keine Frage der Höflichkeit, sondern gesetzlich festgelegt Pflicht. Denn nach einem Unfall müssen Rettungsfahrzeuge die Verletzten schnellstmöglich erreichen, um deren Überlebenschance zu erhöhen: Dabei zählt jede Sekunde!

Eine funktionierende Rettungsgasse kann nur entstehen, wenn alle Verkehrsteilnehmer an einem Strang ziehen und ein Bewusstsein für die Situation entwickeln.


So bildet man eine Rettungsgasse

Auf dreispurigen Autobahnen
muss die Rettungsgasse zwischen
der äußersten linken und der direkt
daneben liegenden Fahrspur
gebildet werden.

Auf zweispurigen Straßen
fahren Autos auf der linken
Fahrspur an den linken
Fahrbahnrand,
Fahrzeuge auf der rechten Spur
an den rechten Rand.

(Skizze liegt bei)


Regeln für die Rettungsgasse
„Stockt der Verkehr auf Autobahnen und Außerortsstraßen mit mindestens zwei Fahrstreifen für eine Richtung, so müssen Fahrzeuge für die Durchfahrt von Polizei- und Hilfsfahrzeugen in der Mitte der Richtungsfahrbahn, bei Fahrbahnen mit drei Fahrstreifen für eine Richtung zwischen dem linken und dem mittleren Fahrstreifen, eine freie Gasse bilden.“
(§ 11 Abs. 2 Straßenverkehrsordnung)


Rettungsgasse bereits bei Staubildung freihalten
Bereits bei stockendem Verkehr muss eine Rettungsgasse gebildet und offen gehalten werden. Denn wenn die Fahrzeuge schon dicht stehen, ist es oftmals nicht mehr möglich, den Hilfsfahrzeugen rechtzeitig Platz zu schaffen.




Bilden Sie die Rettungsgasse, indem Sie…
• … die Geschwindigkeit verringern und nach dem Merksatz „Eins links – zwei rechts“ langsam an den Fahrbahnrand fahren.

• … Ihr Fahrzeug möglichst parallel zur Fahrtrichtung ausrichten, damit nicht das Heck Ihres Fahrzeugs in die Rettungsgasse hineinragt.

• … ausreichend Abstand zum Vordermann halten, um reagieren zu können.

• … sie Rettungsgasse offen halten, bis der Verkehr wieder rollt.


Freie Durchfahrt nur für Hilfsfahrzeuge!
Befahren werden darf die Rettungsgasse ausschließlich von Hilfsfahrzeugen mit Lichtzeichen oder Tonsignalen. Dazu zählen insbesondere:

• Rettungsdienst
• Feuerwehren
• Polizei
• Abschlepp- und Bergungsdienste
• Autobahn- und Straßenmeistereien
• Technisches Hilfswerk

Allen anderen Kraftfahrern ist die Durchfahrt untersagt.


Ahndung von Verstößen
Wer auf einer Autobahn oder Außerortsstraße keine freie Gasse zur Durchfahrt von Polizei- oder Hilfsfahrzeugen bildet, obwohl der Verkehr stockt, begeht eine Ordnungswidrigkeit nach § 11 Abs. 2, § 49 StVO in Verbindung mit § 24 Straßenverkehrsgesetz (StVG), die mit einem Verwarnungsgeld geahndet werden kann.

Seit dem 19.10.2017 drohen bei Nichtbildung der Gasse für Rettungskräfte mindestens 200 Euro Bußgeld – statt zuvor 20 Euro. Werden Dritte dabei gefährdet, erhöht sich die Geldbuße auf 280 Euro. Kam es zu einem Sachschaden, liegt das drohende Bußgeld bereits bei 320 Euro. Hinzu kommt in den letzten beiden Fällen ein einmonatiges Fahrverbot.

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