Energiespartipps - Zieh den Pulli an!

 

Zieh den Pulli an – spare Energie mit einfachen Mitteln

Der Umgang und Verbrauch von Energie vor allem im Bereich der Wärmeerzeugung haben direkten Einfluss auf den Ressourcenverbrauch und auf das Klima der Erde. Die Reduzierung von Strom zur Wärmeerzeugung ist wichtig - und oftmals ganz einfach! Die Kampagne „Zieh den Pulli an“ zeigt Mittel und Möglichkeiten, die den Bürgerinnen und Bürgern helfen, ihren Energieverbrauch und ihre  Energiekosten zu senken. Über weitere Anregungen und Ideen freuen wir uns!

Aktuelle Tipps: 

  • Energie sparen leicht gemacht
     
    1. Standby
    Mann kann viel Energie sparen, wenn Elektrogeräte immer ganz ausgeschaltet werden und nicht im Standby-Betrieb verbleiben. Da manche Geräte keinen Netzschalter haben, sollten abschaltbare Steckerleisten dazwischen geschalten werden. Ein Zweipersonenhaushalt kann damit, abhängig von der Geräteausstattung und –nutzung, im Jahr bis zu 485 Kilowattstunden Standby-Verluste vermeiden.
     
    2. Kochen

    Um beim Kochen Energie zu sparen, zahlt es sich in jedem Fall aus, wenn Töpfe und Pfannen mit einem passenden Deckel verschlossen werden. So können Wärme und Wasser nicht entweichen und der Kochvorgang wird nicht unnötig verlängert. Auch auf unnötiges Vorheizen des Backofens kann oftmals verzichtet werden. Ebenso lohnt es sich, den Temperaturregler schon vor Ende der Garzeit auf null zu schalten um die kostenfreie Nachwärme auszunutzen. Besonders sparsam kocht man mit einem Schnellkochtopf. Durch die verkürzte Garzeit kann man den Stromverbrauch des Elektroherds um bis zu 50 % reduzieren.
     
    3. Waschen
    Füllt man die Waschmaschine bis zur maximalen Zuladung voll, kann man die Zahl der jährlichen Waschgänge und somit den Stromverbrauch deutlich verringern. Oft reicht es auch aus mit geringerer Temperatur zu waschen. So kann man mit einem Waschgang bei 40 Grad anstelle von 60 Grad ca. 50 % Strom einsparen.
     
    4. Kühlen
    Bei der Nutzung von Kühl- und Gefriergeräten besteht großes Energieeinsparpotential. So reicht es aus, wenn die Temperatur in Kühlschränken auf 7° C und in Gefrierschränken auf -18° C eingestellt ist. Außerdem sollte man darauf achten, dass die Türen immer vollständig geschlossen sind und dass das Gerät nicht neben Wärmequellen, wie z.B. der Heizung steht. Auch ein regelmäßiges Abtauen der Gräte hilft Energie zu sparen.
     
    5. Lüften
    Wer bei laufender Heizung die Fenster kippt, verschwendet sehr viel Energie. Eine effizientere Vorgehensweise ist es, die Fenster mehrmals täglich für kurze Zeit (5 bis 10 Minuten) zu öffnen und danach wieder vollständig zu schließen.
     
    6. Heizen
    Senkt man die Raumtemperatur um nur 1 Grad, können bis zu 6 % der Energiekosten eigespart werden. Die Heizleistung kann optimiert werden, indem Heizkörper nicht abgedeckt und regelmäßig gesäubert werden.
     
    7. Beleuchtung
    Ein Austausch von Glühbirnen gegen sparsame Energiespar- oder LED-Lampen lohnt sich oftmals sogar, wenn die Glühbirnen noch funktionieren. Das Bayerische Landesamt für Umwelt empfiehlt Kompaktleuchtstofflampen, Leuchtstoffröhren und LED-Lampen. Mit dem Ersatz der ineffizienten Leuchtmittel spart ein Zweipersonenhaushalt bis zu 270 Kilowattstunden Strom im Jahr.  Aber auch durch einfache Mittel, wie das Licht zu löschen sobald man einen Raum verlässt, kann einiges an Energie eigespart werden. 
     
    8. Warmwasser
    Der Wasserhahn sollte grundsätzlich auf kalt gestellt werden. Damit kann man im Gegensatz zur Standard-Mittelstellung des Wasserhahns eines gebräuchlichen Einhebelmischers vermeiden, dass Kalt- und Warmwasser als Mischwasser aus dem Hahn fließt. Denn dies ist beim kurzen Händewachen überflüssig, da der Hahn wieder geschlossen wird, bis das Warmwasser aus den Zuleitungen den Wasserhahn erreicht hat. So kühlt das Wasser, das mit Energieeinsatz und kostenträchtig erwärmt wurde, wieder in der Leitung ab, ohne den Verbraucher jemals genutzt zu haben. Einfach aber effektiv!
     
    9. Mobilität
    Jedes Kilogramm Übergewicht im Kofferraum verursacht überflüssigen Benzinverbrauch. So sollten unnötige Dinge aus dem Kofferraum genommen und Ski-, Fahrrad- oder Dachgepäckträger nur bei Bedarf montiert werden. Einfach und effektiv kann man Energie und Kosten sparen, indem man bei kurzen Strecken öfter mal zum Fahrrad als zum Auto greift.
     
    10. Büro
    Wird der PC einige Stunden nicht benötigt, lohnt es sich in jedem Fall diesen herunter zu fahren. Aber auch nach dem Herunterfahren wird weiterhin Strom verbraucht. Deshalb ist es sinnvoll Computer und Drucker an abschaltbare Steckerleisten anzuschließen. Verlässt man den Arbeitsplatz nur für kurze Zeit, ist es energiesparender den Bildschirm auszuschalten als einen Bildschirmschoner zu  verwenden, durch den PC und Monitor im Dauerbetrieb bleiben. Eine wichtige Maßnahme ist auch, die Energiesparfunktionen des Betriebssystems optimal einzustellen. Es wird empfohlen, dass der Computer nach 10 oder 20 Minuten der Untätigkeit automatisch in den Stand-by-Modus übergeht und nach etwa einer Stunde in den Ruhezustand wechselt.
     
    Quellen: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit; Bayerisches Landesamt für Umwelt; Bayerische Staatsregierung
     
  • Energiespar-Tipps für's ganze Jahr  ( als pdf-Download )
     
    Januar:
    Heizkörper entlüften
    Bevor nun die wirklich kalten Wochen beginnen, lohnt es sich Ihre Heizkörper unter die Lupe zu nehmen. Denn falls die Heizkörper gluckern und nicht mehr richtig warm werden, obwohl das Thermostat voll aufgedreht ist, ist es Zeit eine Entlüftung vorzunehmen. Machen Sie das regelmäßig, dann können Sie bis zu 65 kg CO2 pro Jahr vermeiden und somit auch Heizkosten sparen. 
     
    Februar:
    Vorhänge und Jalousien nachts geschlossen halten
    In Winternächten geht oft viel Wärme durch die Fenster nach draußen verloren. Deshalb sollten in kalten Nächten Vorhänge und Jalousien geschlossen bleiben. Damit vermeiden Sie jährlich bis zu 160 kg CO2 und sparen Heizkosten.
     
    März:
    Energiesparschwein Kühlschrank – Auf Energieeffizienzklasse achten
    Das Gerät in jeder Küche, das mit Abstand am häufigsten im Betrieb ist, nämlich im Dauerbetrieb, ist der Kühlschrank. Gerade deshalb ist es wichtig, dass hier der Stromverbrauch möglichst niedrig gehalten wird. Dies gelingt, indem man auf die Energieeffizienzklasse achtet. Denn ein Kühlschrank der Klasse A+++ verbraucht gegenüber einem alten Modell der Effizienzklasse D bis zu 380 kWh weniger Strom pro Jahr.
     
    April:
    Spülend Stromsparen
    Spülend Stromsparen kann man durch die Verwendung eines Energiespar- oder Umweltprogramms. Spülen mit 50°C statt mit 60°C spart bis zu 25 % der Stromkosten und das Geschirr wird trotzdem sauber.
     
    Mai:
    Auf die richtige Größe kommt es an!
    Ganz nach dem Motto „klein aber fein“, sollte man beim Computerkauf dringend auf die richtige Größe achten und den PC an seine Ansprüche und den eigenen Anwendungsbereich anpassen. So verbraucht ein sparsamer Multimedia-PC pro Jahr wesentlich weniger Strom als ein großer PC für komplexe Spiele. Noch energiesparender sind Laptops. Diese benötigen bis zu 70 % weniger Strom als Desktop-PCs mit Bildschirm.
     
    Juni:
    In den Sommer mit Sommerreifen und CO2-Ersparnis
    Winterreifen sind bei Eis, Schnee und Glätte unabdingbar. Betrachtet man aber den Kraftstoffverbrauch, sollte man rechtzeitig zur Sommerzeit wieder die Sommerreifen montieren. Winterreifen verbrauchen bis zu 10 % mehr Kraftstoff und erhöhen somit die CO2-Emissionen. Fährt man 10.000 km im Jahr mit Winter- statt mit Sommerreifen produziert man nicht nur ca. 185 kg mehr CO2 sondern erhöht auch seine Treibstoffkosten.
     
    Juli:
    Energiesparend Planschen – Energiespartipp des WS Physik(2012/14) am Donau-Gymnasium Kelheim
    Legt man in das Kinderplanschbecken eine schwarze Plane, kann sich das Wasser ohne Energiekosten durch die Sonneneinstrahlung erhitzen.
    Wichtig ist, dass sich die Plane am Boden des Beckens befindet, damit das Wasser und nicht nur die Plane erhitzt wird.

    August:
    Gartengenuss ganz ohne Strom
    Dank Sonnenkraft werden Garten-Träume wahr!
    Lichter, Teichpumpen oder Wasserspiele können ohne schlechtes Gewissen gegenüber dem Stromverbrauch genossen werden.
    Durch Solarantrieb kann man Geräte und Deko-Artikel getrost im Dauerbetrieb verwenden.
    Allerdings sind Akkus und Solarzellen am Ende der Lebensdauer fachgerecht zu entsorgen.
     
    September:
    Stromfresser aufdecken
    Kennen Sie den Stromverbrauch jedes Ihrer Elektrogeräte? – Wahrscheinlich nicht, oder?
    Das sollten Sie ändern! Denn durch die Verbrauchsmessung können Stromfresser aufgespürt, ausgeschalten und dadurch Strom gespart werden. Die Bedienung eines Messgerätes ist einfach. Man kann damit sowohl die momentane Leistungsaufnahme eines Gerätes sowie den Stromverbrauch über einen bestimmten Zeitraum ermitteln. Durch diese Messung kann schnell herausgefunden werden, welche Haushaltsgeräte besonders viel Strom verbrauchen, wo sich unnötige Standby-Verluste mit Hilfe von abschaltbaren Steckerleisten verhindern lassen und ob sich bei alten Elektrogeräten vielleicht sogar eine Neuanschaffung lohnt.
    Strommessgeräte können kostenlos beim Klimaschutzmanagement ausgeliehen werden. 
     
    Oktober:
    Warmduscher sind Energiesparer
    Draußen wird es kälter und man genießt wieder öfters gerne eine warme Badewanne. Aber Achtung! Warmwasser sparen, heißt Energie sparen. Deshalb sollte man lieber Duschen statt Baden. Auch der Einsatz von Wassersparbrausen und Durchflussbegrenzern an Wasserhähnen hilft Energie zu sparen.
     
    November:
    Heizungspumpe tauschen und Stromsparen
    Heizungspumpen gelten als Herz einer Heizung, da sie solange die Heizung für Wärme im Haus sorgt, das warme Wasser zu den Heizkörpern drücken. Etwa 6.000 Betriebsstunden kommen so pro Heizperiode zusammen. Doch mehr als 80 Prozent der Heizungsumwälzpumpen sind veraltet oder nicht regelbar. Da sie deshalb stets mit gleicher Drehzahl arbeiten und sich nicht dem tatsächlichen Bedarf anpassen, gehören sie in die Kategorie „Stromfresser“. Gegenüber einer modernen Hocheffizienzpumpe, die nur mit vollem Einsatz läuft, wenn dieser auch wirklich benötigt wird, verbrauchen sie so oft 80 Prozent mehr Strom. 
     
    Dezember:
    Kauf eines frisch geschlagenen Christbaums aus der Region.
    Dies schützt nicht nur das Klima, da lange Transportwege vermieden werden, sondern bringt auch einen netten Nebeneffekt. Denn ein frisch geschlagener Baum nadelt nicht so schnell und man hat länger Freude damit.

 
Weiter Informationen finden Sie unter folgenden links:

    

Die Kampagne 2013 - Energiespar-Adventskalender

An das Energiesparen denken im Advent nur die Wenigsten. Aus diesem Grund hat das Klimaschutzmanagement des Landkreises Kelheim mit Unterstützung der Bevölkerung einen Energiespar-Adventskalender gestaltet. Neben schönen Winterbildern aus dem Landkreis findet man darin 24 nützliche Tipps, wie mit einfachen Mitteln Energei gespart werden kann.
 
Die Energiespartipps in dem Kalender wurden im Zuge des Ideenwettbewerbs „Zieh den Pulli an“ gesammelt. Das Klimaschutzmanagement wurde bei der Kampagne von Veronika Mayer und Dr. Gudrun Weida unterstützt, die sich bei der Erstellung des Klimaschutzkonzepts als Paten für das Projekt zur Verfügung gestellt haben. Die Produktion des Kalenders wurde im Rahmen der Umsetzung des Klimaschutzkonzepts vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gefördert. 
    

Klimaschutzmanagement - Foto zu Kalendervorstellung
von links: Dr. Gudrun Weida, Veronika Mayer, Klimaschutzmanagerin Christine Götz

 

 

Anschrift

Regionalmanagement - Landkreis Kelheim
Donaupark 13
93309 Kelheim
Telefon: 09441/207-7340
Fax: 09441/207-7350

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